Wermut
Vorkommen:
Die Pflanze stammt
ursprünglich aus Südeuropa und zählt zu den typischen
Pflanzen des Mittelmeerraums, doch wurde die heilkräftige
Pflanze bereits im Mittelalter in zahlreichen Klostergärten in
Mitteleuropa angebaut.
Wermut bevorzugt karge
Böden, wird ca. ein Meter hoch und fällt durch seine grauen
fiedrigen weich behaarten Blätter auf.
Anwendungsgebiete:
Wermut wird meist als
ungesüßter Aufguss getrunken, vor allem wird er bei
Magenbeschwerden angewendet. Man kann natürlich Wermut auch als Tinktur
oder Kräuterwickel anwenden, äußerlich bei schlecht
heilenden Wunden oder als Umschläge bei Magenbeschwerden.
Die Empfehlung lautet, mehrmals täglich einige Tropfen der Wermuttinktur in den Tee
zu geben.
Wermut gilt aufgrund seiner Inhaltsstoffe als Verdauungsanregend. Angewendet wird er daher
bei Verdauungsbeschwerden oder einer Schwäche der Gallenblase.
Besonderheiten:
Das ätherische Öl
des Wermuts enthält unter anderem für den Menschen toxische
Substanzen. Ein
Langzeitkonsum oder eine Überdosierung eird deshalb nicht
empfohlen. Bei Darm- oder Magengeschwüren wird vom Wermutkonsum
abgeraten. Ebenfalls sollten schwangere Frauen auf Wermut verzichten,
da er Wehenfördernd wirkt. Wie bei allen Kräutern empfiehlt
sich ein Gespräch mit ihrem Arzt oder Apotheker.
Kräuterteemischungen werden im Normalfall mit ein bis drei
Teelöffeln auf Zweihundertfünfzig Mililitern für zehn
Minuten aufgebrüht. Über den Tag verteilt werden etwa drei
Tassen Kräutertee in kleinen Schlucken getrunken.
Kräutertees sollten
im Allgemeinen nur sechs Wochen lang getrunken werden, danach sollte
man einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung bevorzugen. Aus dem
einfachen Grund, dass es hierdurch nicht zu einer Gewöhnung
kommt und möglicherweise ungewünschte Nebenwirkungen
ausbleiben.
Hinweis:
Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass
unsere Kräuter nicht als Heil- oder Lebensmittel gelten. Die
Anwendungsmöglichkeiten sind aus Kräuterlexika entnommen und sind kein
Heilversprechen im Sinne des Heilmittelwerbegesetz (HWG).
